Kultur

Label Commons Public License

Nun ist es soweit: Nach mehreren Jahren Vorbereitung habe ich die Gelegenheit, ein Konzept für die Absicherung von Bezeichnungen vor Kommerzialisierungstendenzen einem Fachpublikum zu präsentieren. Die Labels Commons Public License soll jenes für Labels, Marken und Bezeichnungen leisten, was Creative Commons für Werke macht. Da es nicht nur um Urheberrecht geht, ist die Regelung etwas komplexer, da es bei Marken und Bezeichnungen keinen automatischen Schutz gibt.

Vokabular für das Gemeinsame Tun

Mehrere Jahre lang haben Silke Helfrich und David Bollier Commons - Initiativen besucht und versucht herauszufinden, nach welchem Muster diese funktionieren. Dabei sind sie auf ein deskriptorisches Vakuum gestossen: ihnen fehlten die Begriffe, zu beschreiben, was uns antreibt, etwas gemeinsam zu leisten. Die Ontologie des Kapitalismus kennt vor allem die Marktlogik und vermag allenfalls Chancen oder Marktversagen zu beschreiben, mit Gewinnaussichten für jene, die investieren. Doch Commoning funktioniert ganz anders: Menschen engagieren sich für ein gemeinsames Ziel und kümmern sich gleichzeitig um die Ressourcen.

Peter und Paula

Der Architekt und Künstler Angeolo Roventa stellte zur Handwerk+Form Ausstellung im Oktober 2018 in Andelsbuch neben den Kirchturm einen zweiten Turm aus Baumstämmen. Der neue, vorübergehend errichtete Turm, soll ein deutliches Zeichen für die Gleichstellung zwischen Mann und Frau bilden. Peter und Paula bekommen ein Symbol.

fairmove

Initiativen für einen nachhaltigen Lebensstil spriessen in vielen Orten und Regionen aus dem Boden. Aber sie sind nicht so leicht zu finden. Manche sind auf der Karte von morgen eingezeichnet, andere finden sich vielleicht auf der Webseite der Transition-Initiativen und bei Human Connection kann man/frau als Pate aktiv werden. Doch wofür stehen die Plattformen, wer steht dahinter und um welche Ziele geht es?

Hurrah - wir sind Kulturnation!!

Zum "Kulturkapitel" des Regierungsprogramms

Schon im ersten Absatz schwankt das Bekenntnis zur öffentlichen Förderung von Kunst und Kultur hin zur Unterstützung privater Stiftungen und Vereine. Dabei ist im Kunstförderungsgesetz klar die Aufgabe des Bundes definiert: Das künstlerische Schaffen und seine Vermittlung zu fördern. Gefördert werden können nur vom Bund verschiedene Rechtspersonen (Einzelpersonen, Künstlergruppen, Vereine, Stiftungen - egal). Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Digitaler Tausch mit der EthifyBox

Wer im Internet unterwegs ist, hinterlässt Spuren. Völlig anonym eBooks, Musik und Videos tauschen kann man jedoch während der Ausstellung "Who Pays" bis 21.5.2017 im Kunstmuseum Liechtenstein. Mittels PirateBox Technologie wird ein eigenes WLAN "EthifyBox" erzeugt, das nicht ins Internet verbindet, sondern nur auf einen lokalen Speicher. So lassen sich mit jedem Smartphone Dateien hoch oder herunterladen oder es kann auch gechattet werden. Es werden keine Logfiles mitgeschrieben, niemand hinterlässt Datenspuren, ausser was man selbst an Inhalten beiträgt.

"Verliehen für die Flucht vor den Fahnen" - Rede zur Präsentation

Erinnern Sie sich, geschätzte Damen und Herren, wie dieses Stückchen Stadt ausgesehen hat, bevor das Denkmal für die Verfolgten der NS Militärjustiz errichtet worden ist? Sie sind alle hin und wieder da vorbei gegangen, nehme ich an. Es war ein unauffälliger, schmuck­loses Ort. Manchmal parkten Autos da. Fand eine Demonstration in der Nähe statt, lagerten hier Tretgitter der Polizei. Leute mit einem Blick für Architektur mögen sich gefragt haben, warum der Volksgartenzaun dieses Eck aussparte.

Wildwuchs

Wildwuchs

Für Wildwuchs gibt es seit einiger Zeit eine Belohnung. Was unserer Elterngeneration der Blumenschmuckwettbewerb war – viele Blumenkisten an Fenstern und Balkonen mit viel Substral – das ist uns jetzt der Naturgarten: prämiert mit einer Plakette, die dem Gärtner und der Gärtnerin bescheinigt, ihn naturnah zu bewirtschaften.

Region Vorarlberg als Kulturhauptstadt?

Meine Begeisterung für den Vorschlag, eine Kulturregion Rheintal nach den üblichen Vorbildern Ruhr oder Graz hält sich in Grenzen. Vor allem wenn mit den Fördermitteln schlussendlich doch Gebäude gebaut werden, die dann ewig erhalten werden müssen.

Besser das Schaffen an sich fördern? Der Kulturbegriff ist ja wieder einmal gerade total im Umbruch, da geht es nicht mehr um Schönes, auch nicht um Provokantes, sondern um das Leben jedes Einzelnen: wie kann dies zu einem Gesamtkunstwerk gelingen: Balance finden in Erwerb, Reproduktion, Kulturarbeit und Engagement.

Seiten

RSS - Kultur abonnieren